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Aus der Chronik des Isar-Loisach-Schützengaues Wolfratshausen

Der Schützengau Wolfratshausen wird am 12. November 1922 als Gau 15 des Bayerischen Schützenverbandes gegründet.
Dies ist aus der Einladung zur 1. Gauversammlung am 23.11.1922 ersichtlich. Sie findet am 18. Dezember 1922 im Gasthaus zur Alten Post in Wolfratshausen statt. Schon damals schließen sich viele der zum Kreis Wolfratshausen gehörenden Schützengesellschaften dem neu gegründeten Gau 15 an.

Die erste Gauvorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen:
1. Gauschützenmeister Heribert Geiger, Wolfratshausen
2. Gauschützenmeister August Ludwig, Baierbrunn
Gaukassier Franz Dollinger, Wolfratshausen
Gauschriftführer Anton Steigenberger, Wolfratshausen

Als Gründungsmitglieder sind bekannt:
Josef Geisreiter Königsdorf
Hans Guggenberger Wolfratshausen
Georg Oberrieder Hohenschäftlarn
Anton Steigenberger Wolfratshausen
Heribert Geiger Wolfratshausen
Franz Dollinger Wolfratshausen
Wilhelm Kerl Wolfratshausen
Fritz Kerl Wolfratshausen

Das erste Protokollbuch des Gaues beginnt mit dem Bericht über die Schützenmeister-
versammlung am 16. Mai 1926. Dam Gau sind jetzt bereits 21 Gesellschaften angeschlossen. In dieser Versammlung wird beschlossen, dass jede Gesellschaft einen Beitrag von 5 RM pro Jahr an die Gaukasse zu leisten hat. Diese Einnahme soll als Beihilfe beim Gauschießen Verwendung finden.

Ab 1926 bis zum Beginn des Krieges 1939 beteiligt sich der Gau mit seinen Schützengesellschaften am Oktoberfest-Landesschießen und am Bayernabend im Hackerkeller. Hier werden u. a. die Schützenbrüder Josef Wimmer, Paul Gollnik, Mathias Bauer, Hugo Leitner und Josef Burger mit dem Prinz-Alfons-Erinnerungszeichen geehrt. Am 19. Sept. 1926 nicht der Gau 15, verstärkt durch die Blaskapelle Schölderle aus Wolfratshausen, am Oktoberfest-Schützenzug teil.

1929 sind bereits 26 Gesellschaften mit 480 Mitgliedern dem Gau angeschlossen. 1930 steigt diese Zahl auf 27 Gesellschaften.

Vom 29. Juli – 13. August 1933 findet im Sägewerk Kerndl, Wolfratshausen, anlässlich des 10jährigen Gaujubiläums ein Preisschießen statt. Dieses Jubiläum wird wieter noch umrahmt von dem Heimatabend am 29. Juli im Bernrieder Hof und dem Schützenzug am 6. August in Wolfratshausen.

1939, mit Beginn des Krieges, hört die Schützentätigkeit offiziell auf, wenn auch einige Schützengesellschaften intern den Schießsport weiter betreiben. 195 werden auf Beschluß der Alliierten die Schützen entwaffnet, was jedoch nicht besagt, dass so mancher Stutzen diese Zeit im Heu oder einem anderen Versteck überlebt.

Wiedergründung des Schützengaues Wolfratshausen

Am 23. September 1950 wird der Bayerische Sportschützenbund in München gegründet. Bereits am 19. November 1950 versammeln sich in Bad Tölz die Delegierten der Schützengesellschaften der Landkreise Bad Tölz, Miesbach und Wolfratshausen. In dieser Versammlung findet die Wiedergründung des Schützengaues Wolfratshausen statt mit den Gewählten:
1. Gauschützenmeister Hans Plötz, Wolfratshausen
2. Gauschützenmeister Georg Oberrieder, Hohenschäftlarn
Gaukassier Anton Steigenberger, Wolfratshausen
Schriftführer und Sportbeirat Hans Guggenberger, Wolfratshausen

1953 hat der Gau Wolfratshausen 28 Vereine mit über 900 Mitgliedern und steht an 8. Stelle im Bezirk Oberbayern. Die Schützengesellschaft Eurasburg feiert nach der Schützen-gesellschaft Beuerberg als 2. Verein nach dem Krieg eine Fahnenweihe.

In der Gauversammlung am 7. Mai 1960 bekommt der Gau seinen jetzigen Namen.
„Isar-Loisach-Schützengau Wolfratshausen“. Beim Oberbayerischen Bundesschießen in Rosenheim gewinnt Hans Geiger aus Königsdorf ein Auto, ein Goggo 600.

Am 14. Juni 1964 wird das 40-jährige Gründungsfest des Schützengaues gefeiert. Schirmherr ist Landtagspräsident Rudolf Hanauer und Ehrenschirmherr Landrat Franz Lehmair.

Im Jahre 1969 beginnt unter Leitung des Jugendsportleiters Heinz Kastenmüller, Oberbiberg, die Ausbildung der Jungschützen. 1970 wird Alois Kellner zum 1. Gauschützenmeister gewählt, seine Amtszeit wird erst 1988 enden.

Anläßlich des 50-jährigen Gaujubiläums führt der Gau das 23. Gauschießen in eigener Zuständigkeit in Nantwein vom 3. – 12. Mai 1974 durch.

1980 findet in Waldram das erste Gaudamenschießen unter der Leitung von Helga Kirmeier statt. Seit dieser Zeit ist dieses Schießen zur festen Einrichtung im Gau geworden.

Im Jahr 1989 sind beim Isar-Loisach-Schützengau Wolfratshausen in 38 Gesellschaften 3117 Mitglieder gemeldet, davon 622 Damen.

Ludwig Rettinger aus Waldram wird 1992 Bundesschützenkönig und im Jahr 1996 erzielt Thomas Zeis aus Buchenhain mit einem 16-Teiler die Bezirksschützenkönigswürde in Mühldorf.

Der Höhepunkt des Jahres 1997 ist das 75-jährige Gründungsfest des Gaues. Der Gottesdienst mit der Weihe der von Dr. Günther Rowley gestifteten Gaustandarte findet bei Bilderbuchwetter statt.

Am 31.12.1998 hat der Gau 3.807 Mitglieder, das sind 80 Mitglieder mehr als im vorherigen Jahr.

Ab dem Jahr 1999 wird im Gau Wolfratshausen auch ein Gaupistolenkönig ausgeschossen. Für die Pistolenkönigskette stiftet uns abermals Dr. Günther Rowley einen stattlichen Betrag.

Im März 2000 findet das 1. LP-Glücksschießen der Damen statt. Auch Lehrgänge für die Luftpistolen - Damen werden angeboten.
Am 3. Oktober 2000 feiert der BSSB in München sein 50jähriges Bestehen. Der Gau Wolfratshausen beteiligt sich mit 330 Teilnehmern am leider verregneten Festzug. Angeführt von der GSK Beuerberg – Herrnhausen mit Spielmannszug und Musikkapelle, der Abordnung der GSK Königsdorf, die im Dom Spalier stand und die Gaustandarte trug, einem Block von
30 Königen und Königinnen sowie einem Fahnenblock und als krönenden Abschluß die Schützengesellschaft Eurasburg mit ihrer Musikkapelle konnte sich der Isar-Loisach-Schützengau wirklich sehen lassen.

Im Jahr 2001 findet der Gauschützenball erstmals in Ascholding statt. Unser Ehrengauschützenmeister Alois Kellner feiert seinen 90. Geburtstag mit Böllerschützen und Kutschfahrt.

Mit Franz Zimma von der GSK Beuerberg – Herrnhausen hat der Gau im Jahr 2002 wieder einen Bezirksschützenkönig.

Bei den Neuwahlen im Jahr 2003 vollzieht sich ein Generationswechsel. Josef Samuel wird nach langjähriger Tätigkeit als 1. Gauschützenmeister von Josef Lößl abgelöst und Georg Mayer tritt die Nachfolge von Franz Heidl als 2. Gauschützenmeister an. Das Amt des 3. Gauschützenmeisters übernimmt Georg Müller.

 
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